Piano - kai backhoff
Geboren 1965 in Gelsenkirchen-Buer war schon sehr früh für alle Familienmitglieder klar, dass Musik auf Kai eine große Faszination ausübte. Schon mit knapp drei Jahren fand er den Lautstärkeregler der elterlichen Musiktruhe äußerst interessant als und benutzte die selbstständig herbeigeführte höhere Lautstärke gerne als Stimulanz sowohl für frühe tänzerische Darbietungen, als auch, unter Zuhilfenahme länglicher Holzstäbe aus seinem Holzbaukasten, für percussive Begleitung auf der elterlichen Sitzgruppe.
Nicht ganz klar war, was dabei den kleinen Musikus mehr begeisterte- der Rhythmus seines damaligen Lieblingssongs, dem Radetzki-Marsch, oder doch eher die durch kräftiges Schlagen auf das Polster in die Luft katapultierten Staubpartikel ... wahrscheinlich war es damals eine Mischung aus beidem.
Im Alter von 6 Jahren begann er zunächst das Studium der Blockflöte, dem parallel zwei Jahre später der Schlagzeugunterricht folgte. Seine große Liebe, das Klavier, entdeckte er dann mit 10 Jahren, bekam Klavierunterricht und verfolgte neben dem Studium klassischer Klaviermusik schon sehr früh das freie Impovisieren in einem schier unendlichen Universum von Tönen und Akkorden.
Mit 15 Jahren begann er, ihm bekannte Songs der Rock- und Pop-Musik für das Klavier zu transkribieren, fing an, eigene Songs zu schreiben und gab mittlerweile selbst bereits Klavierunterricht zur Aufbesserung des Taschengeldes.
Die erste Band, die aus Freunden seiner Penne hervorging, nannte sich S.E.C. (The sound events company) und spielte ausschließlich eigene Songs. Kai betätigte sich dort u.a. als Songwriter, Percussionist und Sänger.
SEC erlangte seit Gründung im Jahre 1982 innerhalb weniger Jahre regional und auch darüber hinaus Jahre Kultstatus als quasi „Boy-Band“ charmanter musikalischer und optischer Söhne der typischen 80er.
Zu dieser Zeit lernte Kai erstmailig im Studio die Sängerin Anke Flüß kennen, die die Band, Ihre Musik und deren Mitglieder mit großer Begeisterung und Freundschaft begleitete und inspirierte – bis zur engen musikalischen Zusammenarbeit zwischen Kai Backhoff und Anke Flüß sollten allerdings noch einige Jahre vergehen.
Die aufstrebenden Newcomer der SEC hatten auf Ihrer Schule gleich zwei (!) untereinander konkurrierenden Fanclubs, gewannen mehrere Nachwuchswettbewerbe, spielten unzählige Konzerte und Open-airs, u.a. auch in der Bochumer Zeche im Rahmen des Ruhrrock-Festivals auf der grossen Bühne und wurden später, nach diversen Umbesetzungen mit Kai nun an den Tasteninstrumenten und Umbenennung zum „Cockney-Club“ nach Sichtung eines A & R-Managers nach einem Konzert in den Herner Flottmanhallen zu Probeaufnahmen des major-labels CBS (heute Sony) eingeladen. Die Band trennte sich 1988 und zu diesem Zeitpunkt entdeckte Kai, inspiriert von Keith Jarrett und seinem legendären „Köln-Konzert“ von 1975, seine Liebe zur Improvisation auf dem Klavier und entwickelte als Wandler zwischen den musikalischen Welten des POP, der Klassik und des Jazz seine ihm eigene, unverkennbare Art des Klavierspiels.
Nebenher entdeckte er eine weitere Leidenschaft, nämlich die der afro-cubanischen Percussion und ist auch heute noch gelegentlich zusammen mit einem DJ mit seinen congas Jam-Session Partner auf diversen Parties zu erleben.
Nach einigen Studioprojekten und der Veröffentlichung der CD „just good friends“(1990) mit dem Sänger und Gitarristen Frank Heisler, seinerzeit unter dem Namen „Tea for 2“ firmierend, lernte er den Jazz-Sänger Jörg Elsche kennen. Als rein konzertantes Duo widmeten sich beide viele Jahre ausschließlich den Jazz-Standards, standen auf diversen Kleinkunst-und Benefiz-Veranstaltungen u.a. mit den Missfits im Bochumer Schauspielhaus, dem Kabarettisten Thomas Freitag und anderen in der Ruhrlandhalle auf der Bühne und traten im Jahre 1994 als musikalische Gäste bei der damals von Stefanie Tücking (bekannt durch Ihre Formel-Eins-Moderationen) moderierten live-Talkshow „kuk“ im WDR-Fernsehen auf.
Im Jahre 2000 begann die erste konkrete Zusammenarbeit von Kai und Anke Flüß, die im Laufe der Jahre zu einer außergewöhnlichen Jazz/Blues Sängerin herangereift war. Zusammen mit Schlagzeuger Holger Sewing und dem Bassisten und Sänger Frank Born tourte die gegründete Pop-Jazz-Formation „Darling“ mit Kai am Klavier bis Ende 2003 von Event zu Event.
Aus „Darling“ ging dann fast zwangsläufig das jetzige Cross-over-Duo „Take Two“ hervor. Gemeinsam kreierten Anke und Kai eine neue Form des vor einigen Jahren aufkommenden jazz-lounge – mit großem Erfolg.
Mit über 20 Jahren Bühnenerfahrung, der überraschenden und attraktiven Songsauswahl, einem virtuosen und einzigartigen Klavierspiel in Kombination mit der einfühlsamen Stimme der charmanten Anke Flüß begeistert Kai Backhoff mit „Take Two“ nun schon seit einigen Jahren auf unzähligen Veranstaltungen Gäste und Publikum.